Vom Pitztal über Walldorf an der Werra direkt nach Malle

Oder auch verrückte OCR´ler on Tour

von Verena

Für mich begann die Reise bereits am Freitag Abend direkt nach der Arbeit:
Aus dem Business-Outfit raus und ab in ein bequemes Sommerkleid – verwunderte Blicke der Arbeitskollegen inklusive:) Mit einer Freundin ging es im Mietwagen ins Pitztal zum Alpine Trailrun– Ankunft 21 Uhr im Hotel, auf Nachfrage bekamen wir sogar nach Küchenschluss noch Pasta und Nachspeise!
Das allerbeste waren aber die angenehm kühlen 16 Grad auf 1.600 Metern Höhe. Schlafen bei diesen Temperaturen war auch endlich wieder möglich – allerdings nur bis ca. 3:15 Uhr morgens, denn da starteten schon die verrückten 100 und 85 Kilometer Läufer – mit DJ und Moderator. Weitere 1,5 Stunden später dann die ersten Marathonis. Bei 100 Meter zwischen Startbereich und unserem Zimmer also an Schlafen kaum mehr zu denken. Bis zu unserem Start um 9:15 Uhr war demnach noch genügend Zeit um ausgiebig zu Frühstücken und die Aussicht auf die uns bevorstehenden Höhenmeter zu genießen…

Um 9:15 Uhr nahmen wir gemeinsam die 17km und 900hm in Angriff. Bei steigenden Temperaturen liefen wir (oder soll ich besser sagen gingen wir) den 3km langen Anstieg hinauf bis wir schlussendlich den Riffelsee erreichten. Von da an ging es mit bester Aussicht auf das Tal am Berg entlang – hervorragende Trails führten schlagartig zu bester Läufer-Laune. Nach gefühlt zu wenig Kilometern, um dies alles richtig genießen zu können, hieß es dann Down-Hill und Tempo aufnehmen, bevor die Zielgerade schon in Sicht kam.

Nach einem kühlen Bier und Anfeuern der anderen Läufer fuhren wir wieder zurück nach München, wo ich mich dann dem Umpacken und der Vorbereitung auf Sonntag widmete.
Ich hatte mich ja im Eifer des Gefechts und durch Oli (Kampfkoloss) motiviert am Mittwoch noch dazu entschieden den Rats Runners in Walldorf an der Werra zu laufen.

Sonntag 6:30 Uhr dann das unerbittliche Läuten des Handy-Weckers mit der unverkennbaren Botschaft Aufzustehen. Also gut, rein in die Laufklamotten, schnell noch Essen zusammenpacken und ab zum Treffpunkt.
Dort angekommen ging es auch schon los auf die 350 Kilometer bis zum Zielort… Beide noch etwas müde, aber schon scherzend in Vorfreude auf den Lauf und insbesondere das Gefühl danach – ob ich wohl die 10km mit den Hügeln schaffen würde? Egal, hauptsache ankommen!

Das bekannte Prozedere Startunterlagen abholen, Trinken (heiß war es wieder einmal), Warten auf den Startschuss verging im Nu. Um 13:35 Uhr ging es für uns dann auf die Strecke. Wir liefen und litten den größten Teil gemeinsam, was mir zu Gute kam, denn immer wieder meckerten meine Waden aufgrund der weiteren Höhenmeter, die sie bewältigen sollten. Ganz nach dem Motto „scheiß´drauf morgen wird sich erholt“ haben wir dann beide immer wieder Tempo aufgenommen. Kurz vor dem Ziel (man sah es schon, musste aber immer noch einige Schleifen laufen) hängte mich Oli dann ab – aber immer wenn er mich sah, feuerte er mich an.
Und dann endlich die Ziellinie und das kühle Wasser im Ziel. Geiles Crosslaufrennen ohne technische Hindernisse, dafür aber mit umso mehr Staub und familiärer Atmosphäre.

Nach einem leider zu warmen Radler und einigen Gesprächen mit den üblichen Verdächtigen aus Frankfurt ging es wieder Richtung München. Irgendwann blieben wir auf den Ballermann Hits hängen und feierten im Auto ab. So kam es dann auch, dass Oli die fixe Idee hatte mit dem Rest unseres Vereins nach Malle zum Spartan race zu fliegen, ich in der after-race-Laune (ich unterschreibe alles und will sofort wieder) fand das sofort ziemlich genial…
…Fortsetzung folgt in Weissenburg bei den Rats Runners und das Malle-Training startet mit sofortiger Wirkung:)

 

 

Der letzte zu erklimmende Hügel in Walldorf raubte mir dann tatsächlich die allerletzten Kräfte.