Allgäuman 2018

Mudiator feat. Allgäuman 17.03.2018 in Füssen mit Frank, Denny, Moni und Anett

 

 

 

Der Bericht beginnt mit einer Rückblende auf 2017.

Der Allgäuman 2017, ein kleiner liebevoller Hindernislauf durch den Forggensee ist mir in sehr angenehmer Erinnerung. Die Szene vor dem Bergpanorama in Füssen und der Lauf durch den schlammigen Forggensee und dann durch die sonntägliche brave Leute Kulisse in Füssen, wirklich Klasse. Schade, wenn auch respektvoll nachvollziehbar, dass die Veranstalter hier nicht weitergemacht haben.

In 2017 dann meine Rückblende auf den Mudiator in Ulm. An sich auch eine schöne Kulisse, aber aufgrund sehr fragwürdiger Hinderniskombinationen, schlechter Organisation und wirklich gefährlichen Hindernissen, gab es damals ein schlechtes Feedback. In der Szene wird der Mudiator allgemein eher als Semiprofessionell mit hohem Verletzungsrisiko gehandelt.

Nachdem nun der Allgäuman seit 2018 vom Mudiator veranstaltet wird, hier mein Bericht 2018.

Anfahrt (+-)

Die Anfahrt Sonntag 17.03.2018 mit dem Auto (von München nach Füssen so 1,5 h) wurde ohne Option auf einen Parkplatz ans Ende der Stadt (ca. 10 km entfernt) umgeleitet. Von dort gab es Shuttle Busse. Da ich oft Laufe Grundregel: Erstmal direkt hinfahren, und schauen, ob es nicht einen nahen Parkplatz gibt. Und ob, für nur 3 Euro Tagestickets waren da noch mehr als 50 freie Parkplätze direkt am Gelände frei. Klasse. Umziehen am Auto damit gesichert.

Check in für ca. 450 Teilnehmer (++)

In einem Zelt vor Ort schnell, Problemlos und Freundlich. Es war ein sehr kleiner Lauf. Es sind ca. 180 Leute die kleine Runde (8km) also Legionär und ca. 260 Leute die doppelt Runde (also Herkules) gelaufen.

Stimmung am Gelände (—)

Es waren wenige Sponsoren und so da. Am Gelände war die Stimmung eher durchwachsen. Ich habe so richtige Power und Musik nicht wahrgenommen. Es gab eine Sache, die war so richtig unangenehm, und auch wenn das weh tut, man muss es hier sagen. Die Moderatorin war grausam. Eine ganz nervige Stimme die Oberlehrerhaft rüberkam. Es ist halt nicht Jede/Jeder für Jeden Job geeignet. Es war so schlimm, dass einem die gute Laune vergehen konnte.

Der Lauf, Das Wetter, Die Strecke, Die Hindernisse (++)

Nun die guten Nachrichten. Der Lauf hatte aus meiner Sicht eine wunderbare Streckenführung, fast wie 2017. Bis auf die Passage zwischen See und Stadt, die über einen Rad- und Spazierweg führen muss, war die Strecke wieder spektakulär. Das Wetter beschenkte uns mit 2h Sonnenschein, vor und nach dem Lauf sah es weniger gut aus. Die Strecke addierte sich auf 21 km anstatt 16 km. Aber mehr ist ja immer besser, sozusagen Gratisspaß.

Am Besten hat mir gefallen, dass es wieder erwarten eine Schwimmpassage durch den Lech gab. Damit hatte wirklich keiner gerechnet. Mit ca. 15 Schwimmzügen in einem Alpenfluss bei 10 Grad Außentemperatur, das ist schon ein Lob für die Veranstalter wert! Sehr gut gemacht.

Sehr gut gefallen haben mir, die Walls, ich schätze 2,30 – 2,40 Höhe und schmaler Griff oben. Ich musste somit 4 mal drüber und hab es ganz gut geschafft.

Auch ein sehr großes Lob für die Reifenschaukeln. An Bäumen waren 2 Reifen aneinander aufgehangen, die sich gegeneinander drehten. Die Aufgabe bestand darin, einmal durch den unteren und einmal durch den oberen Reifen zu klettern. Aus meiner Sicht ein Klasse Hindernis und technisch anspruchsvoll.

Der Mudiator hat vom letzten Jahr die „Plastikrutsche“ wieder mitgebracht. Naja, wenn es sein muss. Augrund konsequenter Ordner waren nie zuviele Personen drin.

Dieses Jahr habe ich bei den Hindernissen nur ein einziges absolutes NoGo!

Vom letzten Jahr war wieder die Quarterpipe da. Dank Seil und Griffen eigentlich für alle Machbar. Ich denke, man steht dann in 3-4 m Höhe. Was aber gar nicht geht, auf der anderen Seite waren als Abstieg einfach 4 Seile am Gerüst gehangen. Man konnte aus 4 Meter Höhe in eine wegrutschende Sportmatte springen, das Seil runterklettern und sich die Hände dabei verbrennen … das waren die Optionen. Und über eine Turn-around-situation in ein Seil zu springen, das ist nur was für Profis.

Letztes Jahr waren hier Gerüstabstiege möglich. Bitte im nächsten Jahr nachbessern, sonst bricht sich hier jemand das Genick.

Ordner und Volontäre (+++)

Ein ganz großes Kompliment an die Ordner, Volontäre und Rettungsassistenten. Mir haben die Jungs vom Football oder Eishockey? Gefallen. Die haben wirklich drauf geachtet das jeder der ein Hindernis nicht schafft, 10 Burpees bzw, Liegestütz macht, haben angefeuert und gebrüllt. Eine klasse Stimmung, dank Euch! Mega!

Versorgung:

Ausreichend und gut. Klar bei der Kälte wären heiße Tees danach nicht schlecht. Aber da geht die Welt für mich nicht unter.

Duschen/Toiletten:

Am Gelände keine. Aber ich vermute, hinten am Eisstadion wieder. Für mich mit meiner kurzen Anreise kein Thema. Habe daheim geduscht. Keine Wertung. Der Toilettenwagen am Gelände undicht. Naja, für einen Schlammlauf reicht es. Auf der Strecke habe ich noch nie WC´s erwartet.

Ergebnisse:

Da ich unterwegs gemütlich Interviews gegeben habe, bin ich mit meinem Ergebnis als Hobbyläuferin zufrieden. Hinteres Mittelfeld ist absolut in Ordnung.

Aber genial sind die Ergebnisse von Moni und Frank.

 

Michaela hat einen 2. Platz bei den Legionären. Wahnsinn!

Frank einen 6. Platz in einer sehr hart umkämpften Gruppe! Respekt. 21 km in 1:48!

Denny ist glaube ich bei Moni mitgelaufen, gleiche Zeit. Und ich denke, Denny, auch eher 2 Runden als Eine.

Und ich, bin insgesamt zwar eher lächerliche 48te, aber in meiner Altersklasse „Seniorinnen“ immerhin Dritte. Allein der Spaß ist es immer wieder wert.

Zusammenfassung:

Aufgrund der Nähe zur München ein schöner Trainingslauf. Die Stimmung auf der Strecke deutlich besser als 2018! Super, weiter so. Die Stimmung auf dem Gelände wegen der unangenehmen Stimme am Mikro eher unangenehm. Sorry, ehrlich muss sein.

Die Hindernisse, zu 80% besser als 2017. Weiter so. Bitte bei der Halfpipe auf der Rückseite eine andere Lösung.

Also, wenn nichts Besseres ansteht, bin ich 2019 wieder dabei. Ich finde, die Strecke verdient es, dass der Allgäuman uns erhalten bleibt!

Grüße Anett